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Passage

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

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Passage

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Die Sendung Passage steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.Passagen berühren, verführen, informieren: mit dem präzise gebauten Feature, mit dem packenden Porträt, mit dem aufschlussreichen Interview. Die drei tragenden Elemente der Passage sind Musik, Storytelling und Tondokumente.Redaktion: Bernard SennKontakt: info@srf2kultur.ch

Latest Episodes

Neue Orgeln braucht das Land

Die Orgel gehört zur Kirche wie das Amen. Aber gehört sie auch in den Konzertsaal? Unbedingt, findet man in Basel und Zürich. In beiden Städten erhalten die frisch renovierten Konzertsäle neue Orgeln. In der Tonhalle Zürich wird derzeit die neue Kuhn-Orgel eingebaut, und im Musiksaal des Stadtcasinos Basel wurde die neue Metzler-Orgel bereits eingeweiht. Dass man bis anhin in beiden Konzertsälen die Orgeln so selten gehört hat, liegt auch daran, dass die früheren Instrumente nicht ideal auf den jeweiligen Raum und auf ihre Aufgaben abgestimmt waren: nämlich einerseits gemeinsam mit einem gross besetzten Sinfonieorchester musizieren zu können, und andererseits als Soloinstrument im Konzertsaal zu brillieren- der über eine ganz andere Akustik verfügt als eine Kirche. Wie nun die beiden neuen Orgeln konzipiert sind, über welche besonderen Klangregister sie verfügen, und was die Menschen antreibt, die diese Orgeln bauen, darum dreht sich diese Passage von Jenny Berg.

60 min6 d ago
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Neue Orgeln braucht das Land

«Meine Kerze brennt an beiden Enden»

Vor 100 Jahren war die US-Dichterin Edna St. Vincent Millay berühmt, Millionen kannten ihre Verse auswendig – vor 70 Jahren, als sie einsam starb, war sie vollkommen vergessen. Sie war eine moderne Frau – und als Dichterin eine geniale Traditionalistin. Der Sänger Johnny Cash liebte sie und trug am Ende seiner Konzerte gerne eine ihrer Balladen vor. Und der britische Autor Thomas Hardy meinte, Amerika habe überhaupt nur zwei grosse Attraktionen zu bieten – die Wolkenkratzer und die Poesie von Edna St. Vincent Millay. Doch die Frau, die sich nicht an Regeln hielt, die Männer und Frauen liebte und ein ausschweifendes Leben führte, war irgendwann nicht mehr gefragt und wurde schließlich vergessen. Sie starb mit 58 Jahren am 19. Oktober 1950 einsam und krank, süchtig nach Morphium und Alkohol.

55 min1 w ago
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«Meine Kerze brennt an beiden Enden»

Maria Herz – eine Komponistin wird wiederentdeckt

2015 gelangte der künstlerische Nachlass der Komponistin Maria Herz (1878-1950) in die Zentralbibliothek Zürich. Niemand kannte ihren Namen. Eine der vielen verbannten Stimmen nationalsozialistischer Rassepolitik. Dann das Wunder: Auf einmal ist neues Interesse da – an der Person, an den Werken. Wie sich als Frau behaupten in einer Männerdomäne? Maria Herz, 1878 hineingeboren in eine jüdische Kölner Textildynastie, konnte ein Lied davon singen. 1926 setzt sie vor ihren Künstlernamen den Vornamen ihres verstorbenen Ehemannes. Der Kunstgriff gelingt. Die Werke von Albert Maria Herz werden gespielt. Namhafte Dirigenten – Hermann Abendroth, Otto Klemperer – unterstützen sie. Dann der Karrierebruch. Als jüdische Künstlerin wird Maria Herz 1935 ins englische Exil getrieben, verstummt als Komponistin, stirbt 1950 in New York: die HERZ-Musik wird vergessen – und erst jetzt wiederentdeckt.

56 min2 w ago
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Maria Herz – eine Komponistin wird wiederentdeckt

Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (2/2)

Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll – ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn. 1970 wird Salvador Allende zum Präsidenten von Chile gewählt. Er schlägt einen gewaltfreien Weg zum Sozialismus ein, verstaatlicht binnen kurzer Zeit große Teile der Wirtschaft. Doch das Management hunderter Fabriken überfordert die Verwaltung. Der zentralistische Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Allende sucht fieberhaft nach neuen Ansätzen – und gibt schließlich Cybersyn in Auftrag. Vor dem Hintergrund des Scheiterns einer sozialistischen Vision erzählt „Projekt Cybersyn von Idealisten, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind und am Ende an der Realität zerbrechen.

55 min3 w ago
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Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (2/2)

Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (1/2)

Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll – ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn. 1970 wird Salvador Allende zum Präsidenten von Chile gewählt. Er schlägt einen gewaltfreien Weg zum Sozialismus ein, verstaatlicht binnen kurzer Zeit große Teile der Wirtschaft. Doch das Management hunderter Fabriken überfordert die Verwaltung. Der zentralistische Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Allende sucht fieberhaft nach neuen Ansätzen – und gibt schließlich Cybersyn in Auftrag. Vor dem Hintergrund des Scheiterns einer sozialistischen Vision erzählt „Projekt Cybersyn von Idealisten, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind und am Ende an der Realität zerbrechen.

55 minSEP 26
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Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (1/2)

Im Universum von Erika Stucky - «Come Closer. Welcome To My Show»

Wer Erika Stucky je beim Performen erlebt hat, wird sie nie mehr einfach als Sängerin bezeichnen. Mit ganzem Körpereinsatz schauspielert sie, erzählt Geschichten, sie singt, spielt Akkordeon, jodelt – und zeigt selbst gedrehte Super 8 Filme, in denen sie eine schrille Parallelwelt inszeniert. In diesem Kaleidoskop kultiviert Stucky die Reduktion. Einer von vielen scheinbaren Widersprüchen. Die Endfünfzigerin ist zwischen San Francisco und einem Walliser Dorf aufgewachsen und hat früh gelernt, ihre extrovertierte Seite mit der ländlichen zweiten Heimat zu versöhnen. Das ermöglichte ihr eine bemerkenswerte innere Freiheit. Und ein einzigartiges musikalisches Vokabular: Singer/Songwriter, Jazz und Blues tanzen mit urtümlicher Folklore und Jodel, und dabei geht es weniger darum, zu provozieren. Erika Stucky mutet ihrem Publikum sich selbst zu und lässt es dabei ganz nah rankommen.

60 minSEP 19
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Im Universum von Erika Stucky - «Come Closer. Welcome To My Show»

Visionen der Wirklichkeit – Ray Bradbury

Mit seinem utopischen Klassiker Fahrenheit 451, den Francois Truffaut 1966 verfilmte, ist der amerikanische Autor Ray Bradbury weltberühmt geworden. Seine düsteren Visionen zeugen von einer erschreckenden Klarsicht. Die Geschichte um den behördlichen Bücherverbrenner Guy Montag, der sich am Ende auf die Seite der Buchmenschen schlägt, gehört heute zum Kanon der Science-Fiction-Literatur. In diesem Genre hat Ray Bradbury eine ganz eigene Position eingenommen, als Grenzgänger zwischen Phantastik, Horror und Technik-Fantasie. Vor 100 Jahren kam Ray Bradbury zur Welt. Ein guter Anlass, den Utopisten mit Hang zu Zauberei und erlesenem Schrecken in Erinnerung zu rufen.

51 minSEP 12
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Visionen der Wirklichkeit – Ray Bradbury

Khojaly, mon amour – Wenn Vergangenheit die Zukunft schluckt

Die Autorin reist an einen Ort, der nicht mehr existiert und doch die Gegenwart prägt: Nach Khojaly, den Schauplatz eines Massakers in Berg-Karabach. Es ist eine Reise in die Erinnerung, ein Stück über Heimatlosigkeit, den Nachhall des armenischen Genozids und die Sprachlosigkeit zwischen Nachbarn. Die Erinnerungen an die anderen, an die Aserbaidschaner, sind getilgt, der Ort ist umbenannt. Und doch lebt Khojaly weiter: in der Erinnerung eines Überlebenden, der heute entwurzelt im Ausland lebt. Khojaly lebt auch in der Propaganda des aserbaidschanischen Regimes weiter, das damit den Hass auf den armenischen Nachbarn schürt. Es lebt in der Erzählung des Armeniers, der den Ort einst miterobert hat und heute dort lebt.

60 minSEP 5
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Khojaly, mon amour – Wenn Vergangenheit die Zukunft schluckt

«Al fresco» oder detailverliebt? Beethoven-Interpretation im Laufe der Zeit

Dutzende Pianistinnen und Pianisten haben seit den 1930er-Jahren Gesamtaufnahmen von Ludwig van Beethovens 32 Klaviersonaten vorgelegt. Ein Streifzug durch historische und aktuelle Beethoven-Einspielungen. Die diversen Deutungen und Interpretationsansätze für die einst vom Pianisten Hans von Bülow als «das Neue Testament der Klavierspieler» apostrophierten 32 Klaviersonaten unterscheiden sich teils minimal, teils erheblich - obwohl sich der Notentext kaum verändert hat. Welche Aspekte standen bei der ersten Gesamtaufnahme von Arthur Schnabel im Vordergrund? Welchen Zugang zu Beethovens Sonaten wählen Pianistinnen und Pianisten heute? Wer legt wert auf Texttreue, wer setzt eher auf eigene Impulse? Gemeinsam mit bedeutenden Beethoven-Interpreten unserer Zeit, mit András Schiff und Ronald Brautigam, gräbt Musikredaktor Moritz Weber in Beethovens Notentext und untersucht unterschiedliche Sichtweisen auf den Beethovenschen Klavierkosmos.

60 minAUG 29
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«Al fresco» oder detailverliebt? Beethoven-Interpretation im Laufe der Zeit

Sommer-Reprise: «Ich bin weder arm noch ängstlich» - Ethel Smyth

Mit 19 hatte Ethel Smyth (1858 – 1944) ihren Wunsch durchgesetzt: sie reiste nach Leipzig und studierte dort Musik. Energisch webte sie Kontakte bis in allerhöchste Kreise, stritt mit Johannes Brahms und liess Kaiser Wilhelm II bei einem Dinner wissen, dass die Berliner Oper ein «Schweinestall» sei. Das Leben der Britin Ethel Smyth war wesentlich davon geprägt, sich als Komponistin durchzusetzen und als solche Anerkennung in der Öffentlichkeit zu finden. Sie hatte den Anspruch, in ihrer Arbeit nicht als nebenher komponierende Lady, sondern als gleichwertig zu ihren männlichen Kollegen gesehen zu werden und von ihrer Arbeit zu leben. In Ethel Smyths mehrbändigen Erinnerungen entfaltet sich ein kultur- und zeitgeschichtliches Panorama, das wissenschaftlich noch kaum ausgewertet ist. Erstausstrahlung: 20.04.08

51 minAUG 8
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Sommer-Reprise: «Ich bin weder arm noch ängstlich» - Ethel Smyth

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Die Orgel gehört zur Kirche wie das Amen. Aber gehört sie auch in den Konzertsaal? Unbedingt, findet man in Basel und Zürich. In beiden Städten erhalten die frisch renovierten Konzertsäle neue Orgeln. In der Tonhalle Zürich wird derzeit die neue Kuhn-Orgel eingebaut, und im Musiksaal des Stadtcasinos Basel wurde die neue Metzler-Orgel bereits eingeweiht. Dass man bis anhin in beiden Konzertsälen die Orgeln so selten gehört hat, liegt auch daran, dass die früheren Instrumente nicht ideal auf den jeweiligen Raum und auf ihre Aufgaben abgestimmt waren: nämlich einerseits gemeinsam mit einem gross besetzten Sinfonieorchester musizieren zu können, und andererseits als Soloinstrument im Konzertsaal zu brillieren- der über eine ganz andere Akustik verfügt als eine Kirche. Wie nun die beiden neuen Orgeln konzipiert sind, über welche besonderen Klangregister sie verfügen, und was die Menschen antreibt, die diese Orgeln bauen, darum dreht sich diese Passage von Jenny Berg.

60 min6 d ago
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Neue Orgeln braucht das Land

«Meine Kerze brennt an beiden Enden»

Vor 100 Jahren war die US-Dichterin Edna St. Vincent Millay berühmt, Millionen kannten ihre Verse auswendig – vor 70 Jahren, als sie einsam starb, war sie vollkommen vergessen. Sie war eine moderne Frau – und als Dichterin eine geniale Traditionalistin. Der Sänger Johnny Cash liebte sie und trug am Ende seiner Konzerte gerne eine ihrer Balladen vor. Und der britische Autor Thomas Hardy meinte, Amerika habe überhaupt nur zwei grosse Attraktionen zu bieten – die Wolkenkratzer und die Poesie von Edna St. Vincent Millay. Doch die Frau, die sich nicht an Regeln hielt, die Männer und Frauen liebte und ein ausschweifendes Leben führte, war irgendwann nicht mehr gefragt und wurde schließlich vergessen. Sie starb mit 58 Jahren am 19. Oktober 1950 einsam und krank, süchtig nach Morphium und Alkohol.

55 min1 w ago
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Maria Herz – eine Komponistin wird wiederentdeckt

2015 gelangte der künstlerische Nachlass der Komponistin Maria Herz (1878-1950) in die Zentralbibliothek Zürich. Niemand kannte ihren Namen. Eine der vielen verbannten Stimmen nationalsozialistischer Rassepolitik. Dann das Wunder: Auf einmal ist neues Interesse da – an der Person, an den Werken. Wie sich als Frau behaupten in einer Männerdomäne? Maria Herz, 1878 hineingeboren in eine jüdische Kölner Textildynastie, konnte ein Lied davon singen. 1926 setzt sie vor ihren Künstlernamen den Vornamen ihres verstorbenen Ehemannes. Der Kunstgriff gelingt. Die Werke von Albert Maria Herz werden gespielt. Namhafte Dirigenten – Hermann Abendroth, Otto Klemperer – unterstützen sie. Dann der Karrierebruch. Als jüdische Künstlerin wird Maria Herz 1935 ins englische Exil getrieben, verstummt als Komponistin, stirbt 1950 in New York: die HERZ-Musik wird vergessen – und erst jetzt wiederentdeckt.

56 min2 w ago
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Chiles kybernetischer Traum von Gerechtigkeit Projekt Cybersyn (2/2)

Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll – ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn. 1970 wird Salvador Allende zum Präsidenten von Chile gewählt. Er schlägt einen gewaltfreien Weg zum Sozialismus ein, verstaatlicht binnen kurzer Zeit große Teile der Wirtschaft. Doch das Management hunderter Fabriken überfordert die Verwaltung. Der zentralistische Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Allende sucht fieberhaft nach neuen Ansätzen – und gibt schließlich Cybersyn in Auftrag. Vor dem Hintergrund des Scheiterns einer sozialistischen Vision erzählt „Projekt Cybersyn von Idealisten, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind und am Ende an der Realität zerbrechen.

55 min3 w ago
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Beflügelt von der Aufbruchstimmung im sozialistischen Chile der Allende-Zeit entwickelt eine Gruppe von Ingenieuren ein Computernetzwerk, mit dem die Wirtschaft des gesamten Landes gesteuert werden soll – ein Experiment, das wie Science-Fiction anmutet: Projekt Cybersyn. 1970 wird Salvador Allende zum Präsidenten von Chile gewählt. Er schlägt einen gewaltfreien Weg zum Sozialismus ein, verstaatlicht binnen kurzer Zeit große Teile der Wirtschaft. Doch das Management hunderter Fabriken überfordert die Verwaltung. Der zentralistische Ansatz ist zum Scheitern verurteilt. Allende sucht fieberhaft nach neuen Ansätzen – und gibt schließlich Cybersyn in Auftrag. Vor dem Hintergrund des Scheiterns einer sozialistischen Vision erzählt „Projekt Cybersyn von Idealisten, die ihrer Zeit auf tragische Weise voraus sind und am Ende an der Realität zerbrechen.

55 minSEP 26
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Wer Erika Stucky je beim Performen erlebt hat, wird sie nie mehr einfach als Sängerin bezeichnen. Mit ganzem Körpereinsatz schauspielert sie, erzählt Geschichten, sie singt, spielt Akkordeon, jodelt – und zeigt selbst gedrehte Super 8 Filme, in denen sie eine schrille Parallelwelt inszeniert. In diesem Kaleidoskop kultiviert Stucky die Reduktion. Einer von vielen scheinbaren Widersprüchen. Die Endfünfzigerin ist zwischen San Francisco und einem Walliser Dorf aufgewachsen und hat früh gelernt, ihre extrovertierte Seite mit der ländlichen zweiten Heimat zu versöhnen. Das ermöglichte ihr eine bemerkenswerte innere Freiheit. Und ein einzigartiges musikalisches Vokabular: Singer/Songwriter, Jazz und Blues tanzen mit urtümlicher Folklore und Jodel, und dabei geht es weniger darum, zu provozieren. Erika Stucky mutet ihrem Publikum sich selbst zu und lässt es dabei ganz nah rankommen.

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Mit seinem utopischen Klassiker Fahrenheit 451, den Francois Truffaut 1966 verfilmte, ist der amerikanische Autor Ray Bradbury weltberühmt geworden. Seine düsteren Visionen zeugen von einer erschreckenden Klarsicht. Die Geschichte um den behördlichen Bücherverbrenner Guy Montag, der sich am Ende auf die Seite der Buchmenschen schlägt, gehört heute zum Kanon der Science-Fiction-Literatur. In diesem Genre hat Ray Bradbury eine ganz eigene Position eingenommen, als Grenzgänger zwischen Phantastik, Horror und Technik-Fantasie. Vor 100 Jahren kam Ray Bradbury zur Welt. Ein guter Anlass, den Utopisten mit Hang zu Zauberei und erlesenem Schrecken in Erinnerung zu rufen.

51 minSEP 12
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60 minSEP 5
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Dutzende Pianistinnen und Pianisten haben seit den 1930er-Jahren Gesamtaufnahmen von Ludwig van Beethovens 32 Klaviersonaten vorgelegt. Ein Streifzug durch historische und aktuelle Beethoven-Einspielungen. Die diversen Deutungen und Interpretationsansätze für die einst vom Pianisten Hans von Bülow als «das Neue Testament der Klavierspieler» apostrophierten 32 Klaviersonaten unterscheiden sich teils minimal, teils erheblich - obwohl sich der Notentext kaum verändert hat. Welche Aspekte standen bei der ersten Gesamtaufnahme von Arthur Schnabel im Vordergrund? Welchen Zugang zu Beethovens Sonaten wählen Pianistinnen und Pianisten heute? Wer legt wert auf Texttreue, wer setzt eher auf eigene Impulse? Gemeinsam mit bedeutenden Beethoven-Interpreten unserer Zeit, mit András Schiff und Ronald Brautigam, gräbt Musikredaktor Moritz Weber in Beethovens Notentext und untersucht unterschiedliche Sichtweisen auf den Beethovenschen Klavierkosmos.

60 minAUG 29
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Sommer-Reprise: «Ich bin weder arm noch ängstlich» - Ethel Smyth

Mit 19 hatte Ethel Smyth (1858 – 1944) ihren Wunsch durchgesetzt: sie reiste nach Leipzig und studierte dort Musik. Energisch webte sie Kontakte bis in allerhöchste Kreise, stritt mit Johannes Brahms und liess Kaiser Wilhelm II bei einem Dinner wissen, dass die Berliner Oper ein «Schweinestall» sei. Das Leben der Britin Ethel Smyth war wesentlich davon geprägt, sich als Komponistin durchzusetzen und als solche Anerkennung in der Öffentlichkeit zu finden. Sie hatte den Anspruch, in ihrer Arbeit nicht als nebenher komponierende Lady, sondern als gleichwertig zu ihren männlichen Kollegen gesehen zu werden und von ihrer Arbeit zu leben. In Ethel Smyths mehrbändigen Erinnerungen entfaltet sich ein kultur- und zeitgeschichtliches Panorama, das wissenschaftlich noch kaum ausgewertet ist. Erstausstrahlung: 20.04.08

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